|
Als Patient sollten Sie unbedingt darauf achten, dass ihr Osteopath eine abgeschlossene 5-jährige Osteopathie-Ausbildung bei einer anerkannten Einrichtung erfolgreich abgeschlossen hat.
Die berufsbegleitende 5-jährige Weiterbildung zum Osteopathen findet bei verschiedenen Einrichtungen unterschiedlicher Qualität statt. Der Umfang an Pflichtstunden beträgt ca. 1300-1500 Kontaktstunden in 7 Blockseminaren a 4 Tagen pro Studienjahr (so z. B. beim College Sutherland) oder in 9-10 Seminaren a 3 Tagen pro Jahr bei der Osteopathie Schule Deutschland (OSD).
Darüber hinaus gibt es in den letzten Jahren zunehmend Bestrebungen, die osteopathische Ausbildung zu akademisieren. Die Osteopathie Schule Deutschland bietet daher die Möglichkeit während der fünf Jahre zusätzlich den Bachelor und den Master zu erwerben. Für Osteopathen, die Ihre Osteopathieausbildung bereits abgeschlossen haben, gibt es verschiedene kooperierende Universitäten, die auch postgraduiert die Möglichkeit bieten, einen Master zu erlangen.
Hessen hat 2009 als erstes Bundesland die Osteopathie staatlich anerkannt. Osteopathen mit entsprechend anerkannter Ausbildung können seither den Zusatz “Staatlich anerkannter Osteopath” beantragen.
Politisch gab es in den letzten Jahren viele Verwirrungen und Verwürfnisse, die dazu geführt haben, dass es mehrere Verbände und Akademien für Osteopathen gibt. Osteopathen, die die Kriterien einer qualifizierten Ausbildung erfüllen, sind zum Beispiel im Berufsverband der Osteopathen Deutschland (VOD) organisiert und finden sich auf der Therapeutenliste im Internet. (unter www.osteopathie.de)
Ausbildungseinrichtungen, die Mitglied im Dachverband BAO (Bundesarbeitsgemeinschaft für Osteopathie) sind, folgen z.B. alle einem einheitlichen Curriculum, was ein weiteres Qualitätsmerkmal darstellt.
|